Vitamin B1 (Thiamin): Treibstoff für Nerven und Herz
Vitamin B1 war das erste B-Vitamin, das entdeckt wurde – daher die Nummer 1. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts identifiziert, als Forscher die Ursache der Krankheit Beriberi untersuchten, die bei einseitiger Ernährung mit poliertem Reis auftrat. Heute wissen wir: B1 ist zentral für den Energiestoffwechsel.
Was macht B1 im Körper?
Thiamin wandelt Kohlenhydrate in Energie um. Ohne B1 kann dein Körper Glucose nicht effizient verwerten. Da das Gehirn fast ausschließlich auf Glucose als Energiequelle angewiesen ist, macht sich ein Mangel dort zuerst bemerkbar: Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit.
B1 unterstützt außerdem die normale psychische Funktion, die Funktion des Nervensystems und – das wird oft übersehen – die normale Herzfunktion. Das Herz ist ein Muskel, der rund um die Uhr arbeitet und entsprechend viel Energie verbraucht.
Wer braucht extra B1?
Alkohol hemmt die Aufnahme von Thiamin im Darm. Auch hoher Kaffee- und Teekonsum kann die Verwertung beeinträchtigen. Sportler, Schwangere und Menschen unter Dauerstress haben einen erhöhten Bedarf. B1 ist wasserlöslich und wird nicht gespeichert – der Körper braucht es täglich.




