Vitamin B4: Cholin und Inositol für Leber und Zellen
Streng genommen ist B4 kein echtes Vitamin mehr – der Körper kann es in kleinen Mengen selbst herstellen. Trotzdem wird Cholin von vielen Ernährungswissenschaftlern als essentiell eingestuft, weil die Eigenproduktion oft nicht ausreicht.
Cholin: Der Leber-Nährstoff
Cholin trägt zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion und zu einem normalen Fettstoffwechsel bei. Die Leber braucht Cholin, um Fette zu transportieren. Ohne genug Cholin kann sich Fett in der Leber ansammeln. Außerdem ist Cholin Ausgangsstoff für den Neurotransmitter Acetylcholin, der an Gedächtnis und Muskelsteuerung beteiligt ist.
Inositol: Der Zellmembran-Baustein
Inositol (manchmal als Vitamin B8 bezeichnet) ist Bestandteil der Zellmembranen. Es kommt in besonders hoher Konzentration im Gehirn vor und ist an der Signalübertragung zwischen Zellen beteiligt. Zusammen mit Cholin bildet es ein Duo, das sich in seiner Wirkung auf die Zellmembranen ergänzt.
Für wen?
Die besten Nahrungsquellen für Cholin sind Eier (ein Eigelb enthält etwa 125 mg) und Leber. Wer wenig davon isst, kommt schnell zu kurz. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt 400 mg Cholin pro Tag für Erwachsene.




