Vitamin B7 (Biotin): Mehr als nur das Schönheitsvitamin
Biotin wird oft als "Schönheitsvitamin" vermarktet – und ja, es trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Schleimhäute bei. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Biotin ist auch am Nervensystem, an der psychischen Funktion, am Energiestoffwechsel und am Makronährstoff-Stoffwechsel beteiligt.
Was macht Biotin im Körper?
Biotin ist ein Coenzym für Carboxylasen – Enzyme, die Kohlendioxid auf organische Moleküle übertragen. Das klingt abstrakt, steckt aber hinter ganz konkreten Prozessen: dem Fettsäureaufbau, der Gluconeogenese (Neubildung von Zucker) und dem Abbau bestimmter Aminosäuren.
Für Haut und Haare ist Biotin deshalb relevant, weil es an der Keratin-Synthese beteiligt ist. Keratin ist das Strukturprotein, aus dem Haare und Nägel bestehen.
Biotinmangel ist selten, aber möglich
Biotin steckt in Eigelb, Leber, Nüssen und Haferflocken. Interessanterweise hemmt rohes Eiweiß die Biotin-Aufnahme – ein Grund, warum Rocky-Fans mit rohen Eiern aufpassen sollten. Wer sich normal ernährt, bekommt meist genug. Aber Schwangere, Raucher und Menschen mit Darmerkrankungen haben einen erhöhten Bedarf.




