Vitamin B9 (Folsäure): Der Zellteilungs-Spezialist
Folsäure verdankt ihren Namen dem lateinischen "folium" – Blatt. Sie wurde erstmals aus Spinatblättern isoliert. Heute weiß man: Folsäure ist einer der kritischsten Nährstoffe überhaupt. Laut der Nationalen Verzehrstudie II erreichen 86% der Deutschen nicht die empfohlene Zufuhr.
Warum ist Folsäure so wichtig?
Folsäure hat eine Funktion bei der Zellteilung und trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes in der Schwangerschaft bei. Sie unterstützt die normale Aminosäuresynthese, die Blutbildung und das Immunsystem. Zusammen mit B12 ist sie am Homocystein-Stoffwechsel beteiligt.
Besonders in der Schwangerschaft
Die bekannteste Empfehlung: Frauen mit Kinderwunsch sollten bereits vor der Empfängnis 400 µg Folsäure supplementieren. Der Grund: In den ersten Wochen der Schwangerschaft – oft bevor die Frau überhaupt weiß, dass sie schwanger ist – wird Folsäure für den Verschluss des Neuralrohrs benötigt. Ein Mangel kann zu schweren Entwicklungsstörungen führen.
Folat vs. Folsäure
Folat ist die natürliche Form in Lebensmitteln (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Leber). Folsäure ist die synthetische, stabilere Form in Supplementen. Der Körper wandelt Folsäure in die aktive Form (5-MTHF) um. 400 µg pro Tablette, hochdosiert und gut verwertbar.




