Zink Picolinat: Das Multitalent-Spurenelement
Zink ist an über 300 Enzymreaktionen beteiligt und für die Funktion von mehr als 2.000 Transkriptionsfaktoren nötig. Trotzdem enthält der Körper nur 2-3 Gramm davon – und hat keinen echten Speicher. Das bedeutet: Zink muss regelmäßig über die Nahrung oder Supplementierung zugeführt werden.
Warum Picolinat?
Zinkpicolinat-Dihydrat wird sukzessive resorbiert – also gleichmäßig über einen längeren Zeitraum aufgenommen. Eine doppelblinde Crossover-Studie verglich die Absorption von Zinkpicolinat, Zinkcitrat und Zinkgluconat: Nur Zinkpicolinat führte nach vier Wochen zu einem signifikanten Anstieg der Zinkwerte in Haaren, Urin und Erythrozyten . Plus Vitamin C im synergistischen Verbund.
Was sagt die Wissenschaft?
Immunsystem: Eine Cochrane-Meta-Analyse zeigte, dass die Einnahme von Zink innerhalb von 24 Stunden nach Symptombeginn die Dauer einer Erkältung signifikant verkürzt und die Schwere der Symptome reduziert .
Infektabwehr: In einer randomisierten Studie mit älteren Erwachsenen führte die tägliche Einnahme von 45 mg Zink über 12 Monate zu einer signifikant niedrigeren Infektionsrate sowie verringerten Entzündungsmarkern und oxidativem Stress .
Wundheilung: Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse ergab, dass Zinktherapie die Wundheilung signifikant fördert und zu einer größeren Reduktion der Wundfläche führt .
Was Zink alles macht
Die Liste der EU-zugelassenen Aussagen für Zink ist lang: Immunsystem, Haut, Haare, Nägel, Sehkraft, Knochen, Testosteronspiegel, Fruchtbarkeit, Zellteilung, DNA-Synthese, Säure-Basen-Stoffwechsel, kognitive Funktion, Fettsäurestoffwechsel, Vitamin-A-Stoffwechsel, Zellschutz. Kaum ein Spurenelement hat so viele nachgewiesene Funktionen.
Gute Nahrungsquellen: Austern (mit Abstand die beste), Rindfleisch, Kürbiskerne, Linsen. Vegetarier haben oft einen niedrigeren Zinkstatus, weil Phytinsäure in Getreide und Hülsenfrüchten die Aufnahme hemmt.




