Hyaloronsäure

Was ist eigentlich Hyaloronsäure?

Definition

Hyaloronsäure stellt einen sehr wichtigen Bestandteil des menschlichen Bindegewebes dar. Hyaloronsäure verfügt über die Fähigkeit, in Relation zu ihrer vorhandenen Masse äußerst große Volumina an das im Körper vorhandene Wasser zu binden, dieses sind umgerechnet, für Freunde der Zahlen, pro Gramm etwa bis zu 6 Liter Wasser.

Visuell, also optisch, muss man sich Hyaloronsäure vorstellen als eine durchsichtige und gelartige Flüssigkeit, welche unser Körper selbst herstellt.

Welche Funktion kommt der Hyaloronsäure in unserem Körper zu?

Einfach ausgedrückt ist Hyaloronsäure, auch in der Kurzform bezeichnet als „HA“, nichts weiter als ein im gesamten Körper vorkommendes Kohlenhydrat. Hyaloronsäure besteht aus einer sehr komplexen Struktur und kann sich aufgrund dessen aus tausenden von Zuckern zusammensetzen.

Binden sich die im Körper befindenden Moleküle nicht aneinander, so entsteht, da die Bindung an Wasser erfolgt, hierdurch eine gelförmige Masse, welche sowohl eine hohe Druckbeständigkeit als auch eine sehr hohe Viskosität aufweist.

Wofür ist Hyualuronsäure gut?

Die Hyaloronsäure übernimmt die Funktion der Bindung des Wassers. Zudem kommt ihr die wichtige Aufgabe zu, die des Körpers beweglichen Teile wie beispielsweise Muskeln und Gelenke ständig zu schmieren. Übrigens wird Hyaloronsäure den Molekülen der Natur zugeordnet, welche das Wasser lieben. Diese Moleküle werden als hydrophil bezeichnet.

Hyaloronsäure ist in nahezu jeder einzelnen Körperzelle vorhanden. und an besonderen Stellen ist ihre Konzentration besonders hoch. Die der Hyaloronsäure zukommenden Funktionen beziehungsweise Aufgaben sind sehr vielfältig.

Die Halbwertszeit von Hyaloronsäure besteht weniger als drei Tage und in der Haut beträgt diese womöglich nur einen Tag. Aus diesem Grunde ist es einzig dem Körper überlassen, ständig für eine ausreichende Versorgung mit Hyaloronsäure zu sorgen.

Wofür wird Hyaloronsäure verwendet?

Hyarlonsäure findet verstärkt Einsatz in der Humanmedizin, wobei das in der HA enthaltene Natrium-Salz für medizinische Zwecke zur Verwendung kommt.

Für wen erfolgt der Einsatz von Hyaloronsäure und wozu bzw. wogegen hilft es?

Die aus Hyaloronsäure gewonnenen Säurepräparate werden beispielsweise in von Arthrose geschädigte Gelenken injiziert. Hierdurch erfolgt die erforderliche „Schmierung“ des betroffenen Gelenkes, um nachfolgend zu wirken wie ein Stoßdämpfer.

Hyaloronsäure ist auch enthalten in einigen gegen Schnupfen verwendeten Nasensprays. Hiermit soll der Austrocknung der betroffenen Nasenschleimhäute vorgebeugt werden.

Verwendung findet Hyaloronsäure zudem in Augentropfen, um das so genannte „trockene Auge“ zu behandeln. Hierbei wird – ohne das Sehen zu beeinträchtigen – ein langanhaltender sowie stabiler Tränenfilm erreicht aufgrund der der Hyaloronsäure nachgewiesenen viskoelastischen Merkmale. Nicht zuletzt aufgrund dessen werden auch hieraus bestehende Pflege- und Reinigungslösungen für Kontaktlinsen angewandt. So wird das Auge formstabiler auch bei längerem Tragen und weiche Kontaktlinsen werden auf diese Weise vor der Austrocknung bewahrt, was zu einer Erhöhung des Tragekomforts beiträgt.

Für von einer Belastungsharninkontinenz Betroffene steht bereits seit einigen Jahren eine effektive Behandlung zur Verfügung, welche ermöglicht wird durch eine Stabilisierung der Hyaloronsäure. Bei dieser Behandlungsmethode erfolgt eine Injizierung von aus insgesamt vier bestehenden Depots aus Hyaloronsäure. Die Injizierung dieser Depots erfolgt nicht in, sondern um die Harnröhre. Diese Behandlungsform hat jedoch den Nachteil, dass die durchgeführte Prozedur zwar bei etwa der Hälfte der behandelten Patienten im Zeitraum des ersten Jahres eine Verbesserung herbeiführt, allerdings ist der erhoffte Langzeiterfolg noch zu gering, die Komplikationen hingegen sind hoch.

Für an einem vesikorenalem Reflux erkrankte Kinder stehen bereits seit längerer Zeit Mittel auf dem Markt zur Verfügung mit dem Wirkmechanismus auf der Basis der stabilisierenden Hyaloronsäure. Diese Präparate stellen nachweislich eine sehr gute Alternative zu der ansonsten bisher medikamentösen erforderlichen Langzeitbehandlung dar und die Ergebnisse aufgrund durchgeführter wissenschaftlicher Studien sind in diesem Bereich sogar sehr vielversprechend.

Weitere Verwendung von Hyaloronsäure

Auch als Nahrungsergänzungsmittel wird Hyularon beziehungsweise als eine die Diät bilanzierend und ergänzend angeboten. Der Lebensmittelbereich verwendet zur Verarbeitung überwiegend die aus Hühnerbrustbeinen enzymatischen Hydrolysate, auch Hahnenkämme werden hierfür verarbeitet.

In Deutschland erfolgt der Großteil der Vermarktung von hyaluronsäurehaltigen Nahrungsergänzungen (Supplementen) zur Stärkung und Unterstützung der Gelenkfunktion. Bei diesen Supplementen handelt es sich um mit anderen, zusätzlichen Nährstoffen kombinierte Präparate, welche häufig eine bessere und kompetentere Dokumentation aufweisen. Eine tägliche Zuführung dieser Präparate erfolgt mit weit weniger Mengen von lediglich 50 bzw. bis 250 mg.

Hyaluronsäure in der ästhetischen Medizin

Mittlerweile ist eine regelrechte Welle entstanden, wobei Hyaluronsäurepräparate häufig verwendet werden, um die Lippen zu modellieren, Falten zu unterspritzen beziehungsweise zur Auffrischung der Haut. Auch Gesichtskonturen werden mit Hyaluronsäure aufgebaut. Der auf diese Weise erzielte Effekt bleibt für einen Zeitraum von etwa sechs bis zwölf Monaten erhalten. Dieses richtet sich jeweils nach der Stabilisierung der angewandten Hyaloronsäure.

Neue Hyulanprodukte

Neu auf dem Hyaluranmarkt sind erhältliche Präparate, welche nicht auf der animalisch stabilisierenden Hyaluronsäure basieren und speziell entwickelt wurden, um Körperdeformationen zu behandeln. Diese Präparate sind flexibler in der Anwendung und ermöglichen zum Beispiel die Formung der Rundungen des Gesäßes. Auch die Waden eines manchen werden sich freuen über die nunmehr mögliche Verleihung neuer Konturen.

Nicht zu vergessen sei, dass sich die in Hautoberflächen befindenden Unebenheiten ausgeglichen werden können, ebenso ist der Ausgleich von eingesunkenen Narben praktizierbar. Das verwendete Hyaluronsäuregel ist im Stande zur Auffüllung sehr großer Volumina. Erste vorliegende Behandlungsergebnisse lassen auf eine Haltbarkeit einiger Jahre hoffen.

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